Düsseldorf/Würselen (pag) – Längst gehört die Versorgung von Patienten mit Migrationshintergrund in Praxen und Kliniken zum Alltag. Eine von der Robert Bosch Stiftung geförderte Fortbildungsreihe beschäftigt sich mit kultursensibler Versorgung.

Die professionsübergreifende Fortbildungsreihe ist Mitte März am Rhein-Maas-Klinikum in Würselen gestartet. Ihr Titel lautet: „Entwicklung und Evaluation eines interprofessionellen und intersektoralen Fortbildungskonzeptes zur Förderung der Kommunikation und kultursensibler Handlungskompetenzen“ in der Gesundheitsversorgung („InterKultKom“).

„Es ist wichtig, von Anfang an kulturelle oder sprachliche Barrieren zu vermindern, um Missverständnissen bei der Diagnose oder bei der Einschätzung des Behandlungsbedarfs vorzubeugen“, betont Dr. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein. „Interkulturelle Kompetenz kann man erlernen“, ergänzt der Präsident der Ärztekammer Nordrhein Rudolf Henke. Sie sei wichtig und hilfreich für alle an der Versorgung beteiligten Professionen.

Zu den Themen der Fortbildung zählen unter anderem: Umgang mit Dolmetschern/Kulturmittlern, Sensibilisierung für die Problematik des Dolmetschens durch Zugehörige, Krankheitsverarbeitung in unterschiedlichen Kulturen, Stellenwert der Familie in unterschiedlichen Gesellschaften, Umgang mit Gesundheitsförderung und Prävention.

Die Partner des Projekts sind: Ärztekammer Nordrhein, KV Nordrhein und das von ihnen gemeinsam getragene Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein, die Universität Witten/Herdecke, der Verband medizinischer Fachberufe, der Pflegerat NRW, die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und die Zahnärztekammer Nordrhein.

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