Berlin (pag) – Der GKV-Spitzenverband, der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) haben sich auf den Katalog von Investitionsbewertungsrelationen für das Jahr 2018 geeinigt.

Bereits zum fünften Mal werden mit dem vorgelegten Katalog die leistungsbezogenen Investitionsbedarfe für die unterschiedlichen Fallpauschalen aufgezeigt. Die empirisch erhobenen Zahlen belegten, dass der bestandserhaltende Investitionsbedarf der Krankenhäuser bundesweit bei sechs Milliarden Euro liegt. Gerade einmal die Hälfte werde derzeit von den Bundesländern gedeckt. Wie groß das Problem bereits sei, zeige sich besonders deutlich, wenn man die Mittel der Länder in Bezug zu den Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stellt. Hätten die Investitionsmittel Anfang der 1970er Jahre noch 25 Prozent der Gesamtausgaben der GKV entsprochen, lägen sie heute bei unter vier Prozent. Wie auch in den Vorjahren sei festzustellen, dass die Bundesländer ihrer Verpflichtung zur Finanzierung der Investitionen nicht nachkommen, so GKV-Spitzenverband, PKV-Verband und DKG.

Der Katalog der Investitionspauschalen basiert auf Kalkulationen des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK). Dabei wird jedem Fall eine sogenannte Investitionsbewertungsrelation zugeordnet. Diese Verhältniswerte stellen den notwendigen Investitionsbedarf eines Krankenhauses dar. Sie ermöglichen es, die Investitionsmittel leistungsbezogen den Krankenhäusern zuzuordnen. Doch die Nutzung des Instruments liege in der Entscheidung des jeweiligen Bundeslandes. Zudem entschieden allein die Bundesländer auch bei Anwendung der Verhältniszahlen über die Höhe des für Investitionen bereitgestellten Finanzvolumens. Bisher werden die Investitionsbewertungsrelationen in Berlin und Hessen angewendet.

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