Hannover (pag) – Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) und der Verband der Belegärzte/Landesverband Niedersachsen sehen Belegarztsysteme als Baustein für eine effiziente und effektive sektorenübergreifende Patientenversorgung.

Die Strukturierung der ärztlich-medizinischen Versorgung über die Schnittstelle ambulant-stationär hinweg stelle die entscheidende Herausforderung für die Gesundheitspolitik der laufenden Legislaturperiode dar. Die Weiterentwicklung des Belegarztsystems sei ein idealer Baustein für eine effiziente und effektive sektorenübergreifende Patientenversorgung, so die KVN und der Belegärzteverband. „Die KVN unterstützt in weiten Teilen die Wünsche der Belegärzte an die neue Bundesregierung“, sagt der Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch. Dazu gehörten eine gemeinsame Bedarfsplanung ambulanter und stationärer Strukturen mit Vereinheitlichung von Zulassungskriterien von Ärzten zur Patientenversorgung, die Angleichung der Honorierungssysteme über die Sektorengrenzen hinweg und die Kalkulation der ärztlichen Leistung auf der Basis eines einheitlichen Fallpauschalensystems. Weiterhin fordern die Belegärzte die Abschaffung der belegarztspezifischen diagnosebezogenen Fallpauschalen (B-DRG) zu Gunsten einheitlicher gemeinsamer DRGs, die Vereinheitlichung der Operations-Kataloge und die Entwicklung eines Fallpauschalensystems auch für ambulante Behandlung in praxisklinischem oder teilstationärem Setting. Barjenbruch und der Vorsitzende des Landesverbandes niedersächsischer Belegärzte, Dr. Ryszard van Rhee, betonten, dass Belegärzte ein wichtiges Bindeglied zwischen Praxis und Klinik seien und ein Paradebeispiel der erfolgreichen Verzahnung des ambulanten Sektors mit dem Krankenhaus darstellten.

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