Berlin (pag) – An 73 Klinikstandorten stellt das Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) eine unzureichende Qualität fest. Das geht aus dem Bericht zu planungsrelevanten Qualitätsindikatoren hervor, den das IQTIG im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) veröffentlicht.

Dazu wurden im Jahr 2017 Daten von 1084 Krankenhäusern für elf Qualitätsindikatoren in den Bereichen gynäkologische Operationen, Mammachirurgie und Geburtshilfe ausgewertet. Die meisten Standorte, 28, fallen beim Qualitätsindikator „Intraoperative Präparatradiografie oder introperative Präparatsonografie bei sonografischer Drahtmarkierung“ im Bereich der Mammachirurgie durch.

Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA, sieht die Länder in der Pflicht: Sie sollten die Ergebnisse nutzen, um auf Versorgungsmängel zu reagieren und mit Blick auf eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung abwägen, wie die Krankenhausplanung ausgerichtet werden kann. „Der G-BA wird das Instrument der Qualitätsindikatoren jedenfalls weiter ausbauen und evaluieren, wie die planungsrelevanten Qualitätsindikatoren in den für die Krankenhausplanung zuständigen Landesbehörden und von den Landesverbänden der Krankenkassen und den Ersatzkassen angenommen und genutzt werden“, kündigt Hecken an.

Für die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) zeigt der Bericht, dass die „Behandlungsqualität gut ist und keinen Handlungsbedarf für die Krankenhausplanung auslöst“, sagt DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Das Ergebnis mache deutlich, wie „sehr die Kliniken die Qualität und Transparenz im Fokus haben“.

Den Bericht und weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/3545/

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