Dortmund (pag) – Die Zufriedenheit mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist im vergangenen Jahr signifikant gesunken: Im Vergleich zum Vorjahr fiel sie um sieben Prozentpunkte auf 71 Prozent. Das geht aus einer Studie des Continentale Versicherungsverbundes hervor.

Mit dem diesjährigen Sinken der Zufriedenheit endet der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre: Die gesetzlich Versicherten sehen der Zukunft laut Continentale-Studie skeptisch entgegen. 82 Prozent glauben, dass eine gute medizinische Versorgung über den Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus viel Geld kostet oder kosten wird. Um dem entgegenzuwirken, halten sich viele Bürger an die private Vorsorge: 77 Prozent sehen sie schon heute oder für die Zukunft als dringend erforderlich an. Privat Versicherte hingegen sind zufriedener mit ihrer Krankenversicherung: 82 Prozent schätzen die Leistung des Gesundheitssystems, 73 Prozent davon den Preis. Die komplette Studie ist hier zu finden: www.continentale.de/studien.

Die Generation 50 plus – die sogenannten „Best Ager“ – sind am skeptischsten, was die weitere Entwicklung in den nächsten zehn Jahren betrifft: So erwartet fast jeder Dritte der 50 bis 69-Jährigen eine Verschlechterung der Gesundheitssituation am Wohnort. Das zeigt der Gesundheitsmonitor des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH). Die Gruppe der Senioren ist dagegen am zufriedensten. Fast acht von zehn Bürgern ab 70 Jahren beurteilen die aktuelle gesundheitliche Versorgungssituation als sehr gut oder gut. Insgesamt beurteilen die Bundesbürger das Gesundheitswesen in Deutschland als eher mittelmäßig. „Gerade die Sorgen der Berufstätigen, die in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen, müssen wir ernst nehmen“, sagt Dr. Hubertus Cranz, Hauptgeschäftsführer des BAH. Dazu gehöre die Sicherstellung einer guten Gesundheitsversorgung für Ältere und Jüngere, Stadt und Land und alle Bildungs- und Einkommensschichten.

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