Krankenhausabrechnungen: Zweifelhafte Vereinbarungen

Berlin (pag) – Offenbar existieren zwischen Krankenkassen und Kliniken zweifelhafte Vereinbarungen: Wenn die Kasse die Abrechnung nicht prüfen lässt, stimmen die Krankenhäuser einer pauschalen Kürzung der Rechnungen zu. Das moniert der Bundesrechnungshof laut Medienberichten. Er hält solche Deals für rechtswidrig. Hinzu kommt, dass jede zweite Abrechnung fehlerhaft sei, wie der zuständige Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) mitteilt.

ZI analysiert Arztgruppen und neue Wirkstoffe

Berlin (pag) – Welche Arztgruppen verordnen neue Wirkstoffe? Dieser Fragestellung ist das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) nachgegangen. Die Auswertung zeigt: Die hausärztlich tätigen Internisten führen die Liste an.

„Kuddelmuddel“ bei digitaler Patientenakte

Berlin (pag) – Die Grünen-Fraktion im Bundestag beklagt Konzeptlosigkeit des Gesundheitsministeriums (BMG) bei der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA). In einer kleinen Anfrage (19/3269) wollte sie wissen, ob die Regierung eine einheitliche Schnittstelle für die verschiedenen ePAs der Krankenkassen plant. Letztere müssten sich nach den technischen Standards der gematik richten, so die Antwort (19/3528) – doch diese sollen erst Ende 2018 feststehen.

Private Krankenversicherung hat immer weniger Mitglieder

Köln/Berlin (pag) – Im sechsten Jahr infolge verzeichnet die Private Krankenversicherung (PKV) einen Rückgang bei ihren Mitgliederzahlen. 19.300 weniger Versicherte (-0,2 Prozent) zählt sie 2017 gegenüber dem Vorjahr und kommt damit auf 8,75 Millionen vollversicherte Personen. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Rechenschaftsbericht des Verbands der privaten Krankenversicherung hervor.

Über 100.000 Kräfte mehr im Gesundheitswesen

Kamenz (pag) – 5,5 Millionen Menschen arbeiten im Gesundheitswesen der Bundesrepublik. Das teilen die Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AG GGRdL) sowie die statistischen Landesämter mit. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2016. Demnach arbeiten etwa 111.000 Beschäftigte mehr in dem Berufssektor als 2015, eine Steigerung von 2,1 Prozent.