MDK-Reform: GKV-Spitzenverband befürchtet Tricksereien

Berlin (pag) – Dass die Kassen dem MDK-Reformgesetz ablehnend gegenüberstehen, liegt in der Natur der Sache. Doch ihre Vertreter sehen nicht nur die geplante Eigenständigkeit der Medizinischen Dienste kritisch, sondern auch die Quotenregelung für Beanstandungen von Krankenhausabrechnungen, wie sie bei der öffentlichen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags erklären.

250 Millionen Euro für die Krankenhäuser

Berlin (pag) – Das Fairer-Kassenwettbewerb-Gesetz (GKV-FKG) passiert das Bundeskabinett. Über einen Passus im aktuellen Entwurf dürften sich die Krankenhäuser freuen. Demnach erhalten sie 2020 einmalig 250 Millionen Euro, um nicht refinanzierte Tarifsteigerungen aus 2019 und 2018 zu kompensieren.

Bertelsmann Stiftung: Kostendämpfungspolitik ist notwendig

Gütersloh/Berlin (pag) – Den Krankenkassen droht bis 2040 ein Defizit von 50 Milliarden Euro. Das prognostiziert das IGES Institut im Auftrag der Bertelsmann Stiftung in der Studie „Zukünftige Entwicklung der GKV-Finanzierung“. Ab Mitte der 2020er-Jahre wird demnach die Schere zwischen Gesundheitsausgaben und Beitragseinnahmen wieder stetig auseinandergehen.

DGU-Präsident: Datenschutz verwässert Traumaregister

Berlin (pag) – Ein großes Thema sind Register: Im Vorfeld des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (22. bis 25. Oktober) auf der Messe Berlin geben die zuständigen Fachgesellschaften einen Eindruck, was die Besucher der viertägigen Veranstaltung erwartet.

Sollen Notfallsanitäter ärztliche Aufgaben übernehmen?

Berlin (pag) – Geht es nach dem Bundesrat, dürfen Notfallsanitäter künftig zu invasiven Maßnahmen greifen, um Leben zu retten. In ihrer jüngsten Sitzung schlagen die Länder auf Initiative von Bayern und Rheinland-Pfalz deswegen eine Änderung des Notfallsanitätergesetzes vor. Das sehen Orthopäden und Unfallchirurgen kritisch. Zustimmung kommt aus den Reihen der SPD-Bundestagsfraktion.

Studie: Einheitliche Vergütung für ambulante Leistungen

Gütersloh/Berlin (pag) – Ambulante und ambulant erbringbare Leistungen von Arztpraxen und Krankenhäusern sollen in einem eigenen Bereich einheitlich vergütet werden. Das empfiehlt eine Studie der Gesundheitsökonomen Dr. Anke Walendzik und von der Universität Duisburg-Essen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Studie: Krankenhäuser stehen wirtschaftlich schlechter da

Düsseldorf (pag) – Die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser in Deutschland hat sich 2018 gegenüber dem Vorjahr verschlechtert – unabhängig davon, ob sie sich in privater, öffentlicher oder freigemeinnütziger Trägerschaft befinden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Krankenhäuser im Vergleich“ der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Digitalisierung: Hype oder Heilsbringer für Ärzte?

Berlin/Singen (pag) – Digitalisierung ist das Lieblingsthema von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Aktuell hat der Bundestag in erster Lesung das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) behandelt. Die Landesgruppe Baden-Württemberg des NAV-Virchow-Bundes sieht den Hype allerdings skeptisch.

Studie: Weniger Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem

Dortmund (pag) – Die Zufriedenheit mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist im vergangenen Jahr signifikant gesunken: Im Vergleich zum Vorjahr fiel sie um sieben Prozentpunkte auf 71 Prozent. Das geht aus einer Studie des Continentale Versicherungsverbundes hervor.

Hornhauttransplantation rettet vor Erblindung

Hannover (pag) – Trübt sich die Augenhornhaut wegen einer Erkrankung oder Verletzung, kann eine Transplantation Patienten vor der Erblindung bewahren, wie die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) anlässlich des Welttags des Sehens mitteilt.

Impfquote erhöhen: Pommes für Schutzimpfung?

Berlin (pag) – Bei der Grippewelle 2017/18 sind 25.100 Menschen in Deutschland an einer Influenza gestorben. Diese Schätzung veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Saisonbericht. Die Impfquote beim Gesundheitspersonal sei zu niedrig, heißt es darin. Doch es geht auch anders, wie ein Krankenhaus in Münster zeigt.

Lieferprobleme bei Arzneimitteln: Wie die Politik gegensteuern will

Berlin (pag) – Ärzte warnen vor Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln, die zunehmend die Patientenversorgung bedrohen. Dr. Ellen Lundershausen, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, fordert die Politik auf, konsequent gegen solche Engpässe vorzugehen. Tatsächlich tut sich etwas: In einem Positionspapier skizzieren Gesundheitspolitiker der Unionsfraktion Lösungsvorschläge.

„Lange Nacht der Gesundheit im Bundestag“

Berlin (pag) – Jens Spahn nennt es die „Lange Nacht der Gesundheit im Deutschen Bundestag“. Drei Gesetze aus dem Ressort des Bundesgesundheitsministeriums hat das Parlament beschlossen: das Hebammenreformgesetz, die Reform der Psychotherapeutenausbildung sowie das Implantateregister-Errichtungsgesetz. Debattiert wurde außerdem über das MDK-Reformgesetz und das Digitale-Versorgung-Gesetz.

Gesundheitskompetenz: FDP-Politiker fordert Schulfach Gesundheit

Berlin (pag) – Ein staatliches Portal soll ab 2021 verlässliche Gesundheitsinformationen im Internet bereitstellen. FDP-Gesundheitspolitiker Andrew Ullmann kritisiert, dass die Bundesregierung die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Gesundheitskompetenz vor sich herschiebt.

IQTIG-Qualitätsreport: Bei sieben Indikatoren Handlungsbedarf

Berlin (pag) – Das Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) stellt im gerade veröffentlichten Qualitätsreport 2019 bei sieben Indikatoren besonderen Handlungsbedarf fest. Für Institutsleiter Dr. Christoph Veit dokumentiert der Bericht den Erfolg von Qualitätssicherung.

Gröhe und Schmidt werben für Entscheidungslösung

Berlin (pag) – Die beiden ehemaligen Gesundheitsminister Ulla Schmidt (SPD) und Hermann Gröhe (CDU) schalten sich offensiv in die Organspende-Debatte ein. Beide machen sich für die Entscheidungslösung stark, wie sie gemeinsam vor Journalisten mitteilen.

Fachgesellschaft zur patientenzentrierten Medizin gegründet

Hamburg (pag) – Unter Federführung von Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat sich eine neue internationale Fachgesellschaft gegründet. Diese befasst sich mit patientenzentrierter Versorgung und partizipativer Entscheidungsfindung.

Bund: Kein Geld für Krankenhäuser mit Qualitätsmängel

Berlin (pag) – Der Bund greift den Ländern bei Qualitätsmängeln in Krankenhäusern finanziell nicht unter die Arme. Fehlendes Geld sei dafür nicht die Ursache, begründet die Bundesregierung in der Antwort (Drucksache 19/12193) auf eine Kleine Anfrage (DS 19/11761) der Linksfraktion. Anlass ist der erste Qualitätsbericht des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz (IQTIG) über die stationäre Patientenversorgung in Krankenhäusern.

Personaluntergrenzen: DKG stellt nur wenig Unterschreitungen fest

Berlin (pag) – Die Krankenhäuser erfüllen im zweiten Quartal des Jahres die Pflegepersonaluntergrenzen (PPUG) zu 96 Prozent. Das teilt die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) mit, welche die Besetzungen ausgewertet hat. Der bürokratische Aufwand sei allerdings nicht gerechtfertigt, um einige Häuser mit Unterschreitungswerten zu identifizieren, kritisiert DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.

G-BA: Hecken setzt auf AIS und Innovationsfonds

Berlin (pag) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) arbeitet zu langsam. Ein Vorwurf, den sich der unparteiische Vorsitzende Prof. Josef Hecken nicht gefallen lassen will, wie er im Geschäftsbericht 2018 des G-BA zum Ausdruck bringt.

Spahn: Rettungsdienst wird eigenständiger Leistungsbereich

Berlin (pag) – Mit Gemeinsamen Notfallleitstellen (GNL), Integrierten Notfallzentren (INZ) und einem Rettungsdienst als eigenständigen Leistungsbereich will das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Notfallversorgung reformieren. Einen Arbeitsentwurf des dazu geplanten Gesetzes hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an die Bundesländer geschickt.

Abrechnungen: Kassen und Kliniken begraben Kriegsbeil

Berlin (pag) – Der Streit um Klinikabrechnungen ist vorerst beendet. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) sowie die Verbände der Kassenarten auf Bundesebene einigen sich auf eine gemeinsame Empfehlung. In der Auseinandersetzung hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vermittelt. Allerdings melden sich jetzt auch die Niedergelassenen zu Wort.

Fehlerhafte Klinikabrechnungen: Fristreduzierung stößt auf Kritik

Berlin (pag) – Ein Änderungsantrag der Regierungsfraktionen im Pflegepersonalstärkungsgesetz sorgt für Wirbel: CDU/CSU und SPD wollen die Verjährungsfrist für Rückforderungen der Krankenkassen wegen fehlerhafter Klinikabrechnungen von vier auf zwei Jahre reduzieren, Medienberichten zufolge rückwirkend bis 2017. Die Regierung will das geplante Gesetz am 9. November verabschieden.

Studie: Intersektorale Versorgungszentren statt kleiner Kliniken

Bayreuth (pag) – Kleine Krankenhäuser sollen in sogenannte Intersektorale Versorgungszentren (IGZ) umgewandelt werden. Das Ziel ist, einer unzureichenden Versorgung auf dem Lande vorzubeugen. Das schlagen Gesundheitsökonomen der Universität Bayreuth und der Oberender AG in einer Studie vor. Auftraggeber ist die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).